S.O.S. - Uns steht das Wasser bis zum Hals!

04.05.2021

Das Bild sieht dramatisch aus und die Situation der Händler, Dienstleister und Wirte in Freilassing im Berchtesgadener Land ist es auch. Im bundesweit längsten Lockdown mit mittlerweile 27 Wochen steht vielen Unternehmern das Wasser bis zum Hals. Der bayerische Weg, der strenger ist als in den meisten anderen Bundesländern, verfehlt offensichtlich seine Wirkung, sonst müssten besonders im grenznahen Berchtesgadener Land die Inzidenzwerte schon viel niedriger sein. Denn auch die Grenze zu Österreich, mit seinen z.T. höheren Inzidenzwerten, ist seit 20 Wochen de facto zu. Den Händlern im Berchtesgadener Land fehlen seit Monaten die österreichischen Kunden. Damit nicht genug, ist Einkaufen in nicht systemrelevanten Geschäften mit Negativtest eine weitere Hürde für die Händler, die ein wirtschaftliches Arbeiten unmöglich macht. Die Händler, Dienstleister und Wirte haben im vergangenen Jahr viel Zeit und Geld in funktionierende Hygienekonzepte investiert, die von der Politik vorgeschrieben waren. Offensichtlich vertraut die Politik nun ihren eigenen Konzepten nicht mehr, anders kann man dieses starre Festhalten am Inzidenzwert seit über einem Jahr nicht mehr erklären. Das Wirtschaftsforum fordert daher seit langem, bei der Berechnung des Inzidenzwertes andere Parameter einfließen zu lassen, wie z.B. die Test- und Impfquote. Eine weitere Forderung ist eine Gleichbehandlung aller Branchen, also eine Öffnung des Handels unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Um die Benachteiligung der Grenzlandkreise aus der Welt zu schaffen, sollte dringend wie bereits im November 2020 der „Kleine Grenzverkehr“ wieder eingeführt werden, um Grenzübertritte zu erleichtern.