Keine Angst wenn das Finanzamt kommt - WIFO-Vortrag

20.06.2012

Mit seiner Themenauswahl ins Schwarze getroffen hat das WIFO bei einem Vortrag im Hotel Gasthof Moosleitner. Etliche Interessierte wollten die Tipps der Steuerberaterkanzlei Fricke und Kollegen zu den Themen Betriebsprüfung, Finanzamt, Steuerfahndung hören. WIFO-Vorsitzende Petra Aicher lobt die Vorteile des Netzwerkes: „Das ist das, was uns ausmacht: Unsere Mitglieder halten kostenlos für alle Vorträge, geben Tipps, halten zusammen.“

 

Seit über zehn Jahren gehört die Steuerkanzlei Fricke zum Wirtschaftsforum: So ist das Verhältnis freundschaftlich und die Atmosphäre locker – trotz des schwierigen Themas. „Wir halten den Vortrag gerne kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst“, sagt Steuerberater Bernhard Stümpfle schmunzelnd und führt mit seinem Kollegen, Steuerberater Martin Unterrainer, kurzweilig durch das schwierige Thema.

„Keine Angst, wenn das Finanzamt kommt“ lautet der Titel und die Steuerfachleute zeigen auf, wie Betroffene ohne Schaden aus Betriebsprüfungen herauskommen. Zunächst klären sie auf, dass grundsätzlich Unternehmen, Einkommensmillionäre mit einem jährlichen Einkommen von über 500.000 € und Steuerhinterzieher den Besuch der Betriebsprüfer fürchten müssen.

Als Steuerhinterzieher gilt jemand, der mit Vorsatz falsche Angaben in seiner Steuererklärung macht, damit er Geld am Finanzamt vorbeischleusen kann.

 

Auf den Plan gerufen werden die Fahnder des Finanzamts oft durch Ex-Partner, Mitbewerber, ausscheidende Mitarbeiter. Besteht ein Verdacht, kommen sie unangemeldet. „Morgens vorm Kaffee müssen sie auf der Hut sein, das ist eine beliebte Zeit für Steuerfahnder“, warnt Stümpfle. Und wenn sie erst einmal da seien, komme eine Selbstanzeige nicht mehr in Frage.

 

Bei Unternehmen kommen die Prüfer auch ohne Verdacht regelmäßig ins Haus, um die Unterlagen zu inspizieren. Wie oft sie da sind, hängt von der Größe des Unternehmens ab: Kleine Betriebe mit geringem Umsatz kommen in der Regel einmal in 30 Jahren an die Reihe, große Industrieunternehmen haben nahezu ununterbrochen Besuch vom Finanzamt. Und wenn es soweit ist, gilt es, einiges zu beachten: „Seien Sie freundlich, lassen Sie nur den Inhaber Auskunft geben, seien Sie gegenüber dem Prüfer kooperativ“, erklärt Bernhard Stümpfle. Martin Unterrainer fügt hinzu: Achten Sie darauf, dass private und geschäftliche Daten getrennt sind. Und denken Sie daran, dass mittlerweile auch Email-Konten aufbewahrt werden müssen.“

WIFO-Vorsitzende Petra Aicher dankt den Steuerexperten für die nützlichen Tipps.

 

Das WIFO hat bereits weitere Vorträge zu spannenden Themen geplant. So wird es einmal um Internetsicherheit gehen, im Oktober ist ein Vortrag über Mietverträge geplant und außerdem wird es einen Workshop zum Thema Ehrenamt geben.