40 Kinder freuen sich nach Adventsgewinnspiel über schöne Preise

25.01.2022

Lena Sophie Thurnhausstatter hat ihr weißes Gewand und ihre Engelsflügel inzwischen im Schrank verstaut. Doch bevor sie sich als Freilassinger Christkindl am Ende der Weihnachtszeit vorläufig von ihrer Rolle verabschiedete, schlüpfte sie Anfang Januar noch in die Rolle als Glücksfee. Sie zog die Namen von 40 Kindern, die sich beim Adventsgewinnspiel des Wirtschaftsforums (WIFO) beteiligt hatten.

 

Bei diesem Adventsgewinnspiel war in 24 Freilassinger Geschäften wie bei einem Adventskalender jeweils ein Türchen im Schaufenster dekoriert. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, mussten die Kinder mindestens zwölf Motive von diesen Türchen malen oder die Begriffe aufschreiben. Die auf diese Weise ausgefüllten Teilnahmescheine konnten sie in der Wifo-Geschäftsstelle in der Lindenstraße 17a abgeben oder in den Briefkasten werfen.

 

Die Wifo-Vorsitzenden Anni Klinger und Florian Zeif berichten gegenüber der Heimatzeitung, dass sich die Mitgliedsbetriebe äußerst großzügig gezeigt und 40 schöne Preise zur Verfügung gestellt hatten.  „Das Gewinnspiel ist sehr gut angekommen“, sagten sie. Familien seien gezielt für das Adventsgewinnspiel in die Freilassinger Innenstadt gekommen und hätten sich die Türchen in den Schaufenstern angesehen. Die Folge seien viele Einsendungen gewesen, nicht nur aus Freilassing selbst, sondern aus dem gesamten Umland bis nach Salzburg, Berchtesgaden und Teisendorf.

 

Die Preise sind inzwischen an die 40 Gewinner ausgeliefert und das WIFO spricht von großer Freude bei den betreffenden Kindern. Das Adventsgewinnspiel war im ersten Corona-Winter das erste Mal durchgeführt worden, so auch vergangenen Advent. In veranstaltungsarmen Zeiten von Corona, so ist das WIFO gewiss, sei das eine schöne Abwechslung und ein Spaß für die Familien gewesen: „Manche Kinder haben sich ganz besonders viel Mühe gemacht beim Schreiben, Malen und Ausschneiden von Motiven.“

 

Für Christkindl Lena gibt es vom gesamten WIFO-Team ein dickes Lob: „Sie hat ihre Sache super gemacht und hat es gut gekonnt mit den Kindern.“ Kommenden Advent wird Lena ein weiteres Mal als Freilassinger Christkindl im Einsatz sein.

 

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt das WIFO nach wie vor. Vergangenes Jahr konnten beliebte Großveranstaltungen wie die Autoshow oder das Weinfest erneut nicht stattfinden. Doch wer Anni Klinger kennt, weiß um ihre Hartnäckigkeit und Findigkeit, wenn es darum geht, gangbare Wege zu finden. So fand im Juli wieder der „Tag der Frau“ in einer „Lightversion“ statt. Murat Deneri war in der Stadt unterwegs und verteilte als Glückspilz verkleidet an die Damen in der Innenstadt prall gefüllte Taschen mit Geschenken, die wiederum heimische Betriebe äußerst großzügig spendiert hatten.

 

Beim Damenfrühstück im Café Vogg lud das WIFO dieses Mal den bekannten Münchener Pfarrer Rainer Maria Schiessler ein, dessen Mutter in Freilassing begraben liegt. Der unkonventionelle Seelsorger weiß die Medien für sich zu nutzen, hatte mehrere Jahre lang eine eigene Talkshow beim Bayerischen Rundfunk und gilt als einer der bekanntesten Kirchenmänner Bayerns. Das WIFO spricht von einem „großen Erfolg“ bei diesem Frühstück am Tag der Frau. Schießler reihte sich ein in die lange Liste an Gästenamen, darunter zahlreiche Prominente wie Paul Breitner, Schorsch Hackl und Staatskanzleichef Florian Herrmann.

 

Das Job-Speed-Dating und der Kirchweih-Einkauf (ohne Markt) als verkaufsoffener Sonntag konnte das WIFO ebenfalls durchführen.

 

Abseits dieser für die Öffentlichkeit wahrnehmbaren Veranstaltungen lief in der Geschäftsstelle im Hintergrund vergangenes Jahr erneut sehr oft der Computer heiß, nämlich dann, wenn das WIFO wieder einen ihrer berühmten „Brandbriefe“ an sämtliche politische Verantwortliche verschickte, um auf die Not des Handels in der Grenzstadt aufmerksam zu machen. Dieser leidet unter Grenz- und Einreiseeinschränkungen besonders, da mit den Österreichern ein gewichtiger Teil der Kunden wegbricht – auf die die Handelsstruktur in Freilassing aber ausgerichtet ist.

 

Gut in Erinnerung, weil sehr auffällig und lautstark, war die Aktion „Töpfe schlagen“ um fünf Minuten vor 12 Uhr. Damit protestierten die Freilassinger Händler und Gastronomen wochenlang immer montags auf friedliche und Corona-konforme Weise gegen die Schließungen im Zuge der Corona-Maßnahmen im harten Lockdown, die sich bis nach Pfingsten erstreckt und damit ein halbes Jahr gedauert hatten. Fünf Minuten lang sorgten die Unternehmer, teils zusammen mit Vertretern der heimischen Politik, für ohrenbetäubende Spektakel und forderten „Gerechtigkeit für Grenzlandkreise“. Nachahmer fanden sich übrigens in anderen Städten aus der Region. „Wir kämpfen für Freilassing“, sagt dazu Anni Klinger.

 

Eine große Freude ist dem WIFO der anhaltende Erfolg des Freilassing Gutscheins, der im vergangenen Jahr erneut große Kaufkraft in Freilassing hielt. „Die Gutscheine sind wie Sand am Meer verkauft worden“, berichtet das WIFO. „Es ist toll, dass uns die Menschen und die Unternehmen am Ort so unterstützen.“ Heimische Unternehmen zum Beispiel verschenkten oft Freilassing-Gutscheine an ihre Mitarbeiter. Das so findet sie, zeugt von echtem Zusammenhalt.